Sprach-Gedanken: Immer nur eine?

Veröffentlicht: 04/07/2016 in Sprachen
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Mitunter ist man an mehr als nur einer Sprache interessiert.

Beispiel Englisch für die Berufswelt und vielen amerikanischen Serien, Französisch weil man in das Land reisen möchte und Japanisch weil man davon träumt Manga lesen, Anime verstehen zu können und nach Japan zu reisen.

Sollte man die Sprachen nacheinander lernen oder es parallel versuchen?
Mit diesem kleinen Artikel möchte ich meine Gedanken dazu teilen.

Eine oder Viele?

Ich persönlich halte es für eine gute Idee mehrere Sprachen gleichzeitig anzugehen. Gerade wenn man sich Sprachen nicht mit einem Lehrer aneignet sondern versucht über Selbststudium voran zu kommen.

Es ist vermutlich auch möglich verschiedene Sprachen bei verschiedenen Lehrern gleichzeitig zu erkunden. Hierbei sollte man jedoch bedenken das mit einem Lehrer, meiner Erfahrung nach, das Lernpensum höher und anspruchsvoller ist als im Selbststudium.

Wieso mehr als eine Sprache?

Ich persönlich nutze für das Selbststudium Online-Angebote wie Memrise sowie Busuu.
Ein Vorteil dieser Plattformen ist das man sich die Lerninhalte recht gut einteilen kann.
Ein Nachteil ist das einzelne Sprachen recht anspruchsvoll sind. Das heißt man gelangt an Hürden wie das deklinieren von Verben, verschiedene Fälle oder andere Aspekte der Grammatik.

Lernt man hierbei nur eine Sprache kommt man recht schnell an die Grenzen und wird mitunter frustriert. Man hat bildlich gesprochen das Gefühl an einer Wand angelangt zu sein.

Lernt man mehrere Sprachen gleichzeitig verlangsamt es den Lernfortschritt pro Sprache. Wodurch ich glaube das die Grenzen sanfter erreicht werden und die Wand leichter bearbeitet.

Zudem, glaube ich, gibt es einen Synergie-Effekt.
Wenn man Sprachen aus einer Sprachgruppe lernt entdeckt man Gemeinsamkeiten die einem helfen sich verschiedene Vokabeln besser einzuprägen. Das heißt „merveilleux“ (Französisch), „maravilloso“ (Spanisch) und „meraviglioso“ (Italienisch) lassen sich wunderbar einprägen und das Entdecken der Gemeinsamkeiten macht mir Spaß.

Vertauscht man es nicht?

Meiner Erfahrung nach, erstaunlicherweise, eher nicht. Das heißt es kann am Anfang der Lektion einen Moment brauchen bis man sich erinnert welche Sprache es ist, allerdings geht es danach recht problemlos. Die Irritation ist nicht größer als den Moment im Französisch-Unterricht den ich brauche um den Drang 1, 2, 3 auf Niederländisch zu zählen aus meinem Kopf zu bekommen.

Meiner Theorie nach liegt es an dem Sprachklang.

Wieviele Sprachen sollten es sein?

Es sollten so viele sein wie man täglich üben bzw. lernen möchte bzw. kann so das es noch Spaß macht.

In meiner sehr aktiven Zeit hatte ich 7 Sprachen in meinem Lernprogram. Dies bedeutete etwa eine dreiviertel bis ganze Stunde lernen.
Die Anzahl habe ich schließlich auf 4 Sprachen reduziert. Sowohl aufgrund der Lernzeit, die mir zu viel wurde, als auch aufgrund der Komplexität einer Sprache.

Wie ist der aktuelle Stand?

Derzeit lerne ich die folgenden Sprachen. Die Liste ist nach der Priorität sortiert, wobei Platz zwei und drei gleichauf liegen.

Französisch – Mit einer richtigen Lehrerin, sowie mit Memrise, Busuu
Spanisch – Mittels Memrise
Italienisch – Mittels Memrise
Niederländisch – Mit Memrise, hauptsächlich um meinen Wortschatz nicht zu verlieren
Kyrillisches Alphabet – Mittels Memrise

Wenn es zuviel wird?

Sollte man einfach Sprachen aus dem Lernprogram nehmen und sich damit abfinden das man sie, vielleicht, später nochmal angeht. Normalerweise wird immerhin der bis dahin erlernte Wortschatz in einem Hinterkämmerchen schlummern.

Schwedisch – (Memrise) Es wurde zuviel.
Finnisch – (Memrise) Es wurde zuviel. Die Sprache ist zudem recht schwierig.
Russisch – (Memrise) Die Lernmethode funktioniert aufgrund des Umstand das ich kyrillisch nicht hinreichend fließend lesen kann. Dementsprechend scheitert es am einprägen von Vokabeln die mehr als 5 Buchstaben haben oder ein „hartes/weiches Zeichen“ besitzen.

Fazit

Ich kann jedem nur empfehlen es zu probieren wenn man sich danach fühlt.
Mir persönlich hat es sehr geholfen. Wenn ihr dort andere Erfahrungen habt, wenn ihr vielleicht Anekdoten teilen mögt bin ich natürlich gerne bereit sie mir anzuhören oder hier wie auch auf den unterschiedlichen Social Media Plattformen zu diskutieren.

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Kommentare
  1. infernalteddy sagt:

    Hmmm. Ich müsste mal mein walisisch wieder erlernen….

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