Sprach-Gedanken: Das Pausenproblem

Veröffentlicht: 21/12/2016 in Sprachen
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Nachdem ich, eine gewisse Zeit lang sehr fleissig und intensiv lernte, stellte sich eine unerwartete Herausforderung:

… Urlaub …

Im Ausland, für drei Wochen, mit einem einnehmenden spannenden Roadtrip.
Wieso das ein Problem ist, und wie ich es angehe, mag ich in diesem Blog-Artikel ausführen.

Nach meinem diesjährigen USA Urlaub kam ich zurück und stellte fest das ich meine Online-Sprachkurse, allesamt, vernachläßigt hatte. Natürlich setzte ich meinen Französisch-Unterricht fort, der Rest allerdings …

Meine Memrise Reihe von 60 Tagen war gebrochen.
Duolingo bettelte mich an doch zurück zu kehren.
Busuu versuchte mich zu bewegen zurück zu locken (mit Lob und Leuten die meine Hilfe wollen).

Etwas das für mich, wo ich doch gerade auf meine Memrise-Reihe stolz war, ein starkes Motivation Problem war respektive ist. Natürlich habe ich zuerst versucht anzufangen.
Naja, … mit Verzögerung.
Weil einem direkt nach dem Urlaub hundert wichtigere Dinge einfallen.
Weil Sprachenlernen durchaus, etwas, anstrengt und man daher mitunter soviel Energie hat wie für eine liegengelassene Fitnessstudio-Mitgliedschaft.

Nachdem die Verzögerung überwunden war stellte sich ein weiteres Problem.
Das Lernen, was ich eigentlich mache weil es mir Spaß machte, machte keinen Spaß mehr.

Einerseits weil für mich die Tages-Reihe ein wichtiger Faktor ist. Es mag nur ein kleines Gamification-Ding sein, nüchtern gesehen. Aber für mich ist es eine sehr starke Motivation. Ich war stolz auf die 60 Tage. Dann so eine 4 Tages Strecke zu haben, die man nichtmal richtig sieht, war frustrierend.

Andererseits weil es plötzlich anstrengte. Vor meinem Amerika Urlaub hatte ich sieben verschiedene Sprachen auf den Sprachprogram auf Memrise:
Französisch (5 Kurse)
Niederländisch (5 Kurse)
Spanisch (2 Kurse)
Italienisch (2 Kurse)
Finnisch (1 Kurs)
Schwedisch  (1 Kurs)
Russisch (3 Kurse, 2 Schrift & 1 Sprache).
Das war vor dem Urlaub etwa eine dreiviertel Stunde pro Tag.
Nachdem Urlaub, … … wohl auch der Lernmethode geschuldet. War es mehr zwei Stunden pro Tag. In dem mir bewusst wurde was ich alles vergessen hatte. Das heißt spätesdens nach fünf Tagen hatte ich keine Lust mehr.

Meine Lösung:

Kurse streichen! Erst habe ich ein paar Kurse gestrichen und dann mehr. Das heißt mein Memrise Programm besteht nur noch aus:
Französisch (5 Kurse)
Spanisch (2 Kurse)
Italienisch (2 Kurse)
Niederländisch (3 Kurse)
Russisches Alphabet (1 Kurs)

Die weniger coolen Lern-Plattformen pausieren! Das heißt erstmal nur die Kurse, nur auf Memrise.

Damit habe ich es, mittlerweile auf einer Memrise-Reihe von 8 Tagen geschafft. Mit der ich einigermaßen zufrieden sind.

Hinsichtlich der Sprachauswahl entschied ich mich für Französisch, weil es meine aktuelle „Primär Lernsprache“ ist. Was Spanisch sowie Italienisch betrifft mochte ich den Fortschritt nicht aufgeben. Zudem ergänzen sie sich gut mit Französisch. Zudem war der Umstand das ich in Amerika mit meinem Spanisch-Vokabular angab, dann jedoch nur einen krummen Satz rausbrachte, ein weiterer Motivator.

Finnisch und Schwedisch wurden erstmal gestrichen. Zu schwer bzw. exotisch, im Fall von Finnisch. Zu viel Ballast im Fall von Schwedisch.

Niederländisch blieb, reduziert, drin. Einerseits ist es etwas Ballast. Andererseits sind die drei Kurse die drin blieben ziemlich einfach. Das heißt sie sind ein wenig meine „Schulter klopf“-Kurse.

Russisch flog weil es zu schwer war. Die Entscheidung war schon vor dem Urlaub da. Allerdings war ich einigermassen selbstzufrieden das Werbeplakat des Supermarkts zumindest phonetisch lesen zu können. Weshalb einer der Schriftkurse, der einfachere von beiden (33 Zeichen, keine Schreibschrift oder ähnliches), überlebte. Zumal ich den fertig habe und, wenn ich keine Lust habe, nicht machen muss.

Andere Lösungen?

Jenachdem kann man natürlich versuchen im Urlaub weiter zu lernen. Eventuell in dem man es auf einen Kurs runterstreicht. Wobei mir dafür, in Amerika, Zeit & Sinn fehlte.

Aussicht,..

Sobald Memrise wieder flutscht, sollten auch die anderen Plattformen dran kommen.
Eventuell gibt es demnächst auch wieder mehr Sprach-Gedanken Artikel.
Zudem entdeckte ich mit Language Transfer – auf das ich dank eines Tipps kam – eine coole neue Plattform.

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Kommentare
  1. Thorn sagt:

    Leider ein bekanntes Gamification-Problem: Selbst die Sachen, die man eigentlich angefangen hat, weil sie einem Spaß machen, machen einem keinen Spaß mehr, wenn man nicht mehr die Game-Belohnung dazu erhält… Kurse streichen und sich auf essenzielles beschränken ist auf jeden Fall eine gute Idee, hoffentlich auch damit der Spaß widerkommt.

    • Teylen sagt:

      Danke für den Zuspruch :)
      Ich bin aktuell optimistisch, da ich mit dem Artikel absichtlich wartete bis ich mindestens wieder eine Woche zusammen bekam.

  2. […] meinen letzten Sprach-Gedanken berichtete ich von dem Pausenproblem. Mittlerweile habe ich dieses überwunden und bin mit konstanten, leicht steigenden Elan dabei. Das […]

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