RPC 2017 – Ein unerwarteter Con-Bericht

Veröffentlicht: 12/06/2017 in Convention, RPG, V:tM, White Wolf
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Nachdem herauskam, dass auf der RPC ein weiterer VtM 5th Edition Playtest stattfinden wird, habe ich dieses Jahr spontanerweise die RPC in Köln besucht. Wovon ich nun berichten möchte.

Role-Play-Convention 2017

Hinsichtlich meiner Eintrittskarte hatte ich das Glück, das Daniela von Idee! eine freie übrig hatte. Ein Angebot das ich gerne annahm.

Ulisses Spiele & der V5 Playtest

Der ausschlaggebende Grund für meinen Besuch gab war jedoch ein anderer:
Die Ankündigung des Playtest für die 5te VtM von Ulisses Spiele!

Weltweit der zweite seiner Art. Anlass genug für einen enthusiastischen „Welt der Dunkelheit“-Fan wie mich, knapp 5 Tage vor dem Event, ein Hotel zu buchen und hinzufahren.

Dementsprechend zügig ging es, einmal auf der RPC, zum Ulisses-Stand eine Reservierung machen. Wobei bereits um etwa 14:30 alle Plätze für Samstag vergeben waren. So konnte ich mich glücklich schätzen, einen Platz für Sonntag zu bekommen.

Ich kam im Verlauf der RPC immer wieder mal bei dem Stand von Ulisses vorbei, sprach mit André, Michael und einigen anderen, betrachtete andere Vampire Playtest Runden beim Spielen und warf einen kurzen Blick auf DSA.

Der Standaufbau wusste hierbei durchaus zu gefallen. Es wirkte gut organisiert, der Lärmpegel war – im Rahmen einer Messe – erträglich und man musste sich nicht quetschen.
Wenn ich mir etwas wünschen würde, dann wohl, dass es eine kleine Informationsecke für Vampire: Die Maskerade respektive die Welt der Dunkelheit gibt. Ohne diese fehlte doch eine zentrale Anlaufstelle. Wobei ich nicht sicher, bin wie weit dies Ulisses-Spiele selber leisten kann.

Der V5-Playtest selber, unter der Spielleitung von Markus Sudbrock, erfüllte meine Erwartungen und war ebenso kurzweilig wie informativ. Die eine Stunde wurde dabei sehr effektiv genutzt.
Eine knappe System- wie Settingeinführung und schon ging es los. Die Charaktere besuchte einen alten Freund, verteidigten sich gegen einen Angriff und stellte anschließend den Freund zur Rede. Hierbei waren mir die Charaktere zwar vertraut, das Szenario jedoch neu und ich sammelte meine erste Kampferfahrungen in dem System.

Meine Erinnerung und Eindrücke bezüglich des Systems habe ich in dem Blog-Eintrag V5 – Eindrücke beschrieben. Ich erkundigte mich noch wegen der Chancen auf eine deutsche Übersetzung der V5 selbst, allerdings konnte man mir noch keine Zusage geben.

Neben dem V5-laytest und dem Ulisses Stand bot die Messe jedoch auch noch weitere interessante Aussteller.
Zunächst erstreckte sich die Messe über zwei Messehallen sowie einen Außenbereich.

Die untere Messehalle

Die untere Messehalle beherbergte hierbei einerseits großflächige Tätigkeiten wie jeweils ein Areal für Lasertag, Nerfgun, Jugger und Ritter-Kämpfe. Daneben gab es Ausstellungsstücke wie einen Star Wars Panzer, einen Delorian und Unterwasser-Dioramen.

Zwischen den Arenen und einer Bühne gab es noch den Stand für die Fernseh-Stars, welche sich dort hinsetzten und Autogramme gaben sowie für Fotos bereit standen. Ich selbst traute mich, aufgrund der Preise, und wegen allgemeiner Schüchternheit, jedoch nicht gerade nah ran.

Es gab mit den Waldrittern einen größeren Larpstand der von Fantasy LARP bis Nordic LARP eine große Bandbreite und viele Informationen bot. Ebenso gab es kleinere Stände.

In Bezug auf P&P Rollenspiel fand man unten den Nerdpol, den GFR sowie den „Pen & Podcast“-Stand. Hierbei fiel mir auf, dass die Stände sehr gut gemacht aussahen, gerade der von Pen & Podcast, und sehr viel Raum zum Spielen geboten wurde.
Zu den Zeitpunkten zu denen ich unten war, war es weniger laut als in der oberen Halle.

Die obere Messehalle

In der oberen Messehalle gab es ein buntes Gemenge an unterschiedlichen Ständen. Womit es durchaus etwas herausfordernd war alles zu einem bestimmten Themengebiet zu entdecken.

Zunächst gab es natürlich viele Händler. Für Rollenspiele, Brettspiele, Würfel, LARP Kleidung, Merchandise, Musik und dergleichen mehr. Hierbei stach der Fidget-Spinner-Stand für mich durchaus positiv heraus. Die Spinner waren nicht die billigsten auf der Convention, aber die Besetzung war sehr sympathisch.

Hinsichtlich der Aktivitäten konnte man Bogen schießen, Videospiele zocken, Flipper spielen, an einem Demotisch zu verschiedenen Spielen Platz nehmen oder auch Bullen reiten.
Davon zockte ich kurz ein Spiel, versuchte mich an dem super coolen Ghostbuster-Flipper und setzte mich auf den Final-Fantasy-Bullen. Letzteres machte tierisch Spaß, obwohl es mein Knie dazu veranlasste, mich an den kleinen Berlin-Unfall zu erinnern.

Daneben gab es eine große Vielfalt an Cosplayern und Cosplay- bzw. Larp-Ständen. Hinsichtlich der Thematik der Stände fand man viele Endzeit- wie Science Fiction-Gruppen vor.
Die Cosplayer waren wesentlich weniger aufdringlich als von mir befürchtet. Das heißt, ich rechnete mit einem Gequetsche im Stil der frühen AnimagiCs, wurde jedoch positiv überrascht. Ohne, dass man nun Kostümierte suchen musste. Meine These ist, dass sie sich vielleicht in eine der vielen Foto-Nischen drückten.
Mein persönliches Highlight waren die beiden Transformer. Die, sehr zu meinem erquicken, nicht nur geniale Ausstellungsstücke waren, sondern tatsächlich Kostüme!

Natürlich bot die Rollenspielconvention auch massig P&P-Rollenspiel. So fand man dort einen Stand von Pegasus, Ulisses Spiele, Mantikore, Uhrwerk, No Return, 1W6 Freunde, Ultima Ratio, Flying Games, James Raggi, Truant und System Matters.
Besonders viel Spaß hatte ich an dem Stand von System Matters. Ich holte dort das „Geh nicht in den Winterwald“-Buch ab, sprach über Indie-Spiele, und ließ mich noch für Beyond the Wall begeistern. Das knapp gegen Ultima Ratio – mit dem coolen Wurm/Fisch – gewann.
Am meisten Geld ließ ich eindeutig bei Raggi. Der so in persona sehr sympathisch rüberkam und mit dem ich ein wenig über die WoD Berlin sprach. Letztlich ergänzte ich bei ihm meine LoftP-Spielreihe.
Auch bei Idee! sah ich natürlich vorbei und nahm das Buch sowie das Kartenset mit.
Für das coole Metal-Spielbuch mit CD von Mantikore fehlte mir dann leider das Geld, ebenso für anarchisches Shadowrun oder die 7te See.

Allgemein war die Halle, gerade angesichts der Bullenhitze am Samstag draußen, angenehm temperiert.

Der Außenbereich

In einem kurzen Bereich um die Hallen boten Händler und Handwerker ihre Waren feil, gab es zu Essen wie zu Trinken, und konnte man Äxte werfen. Während von den zwei Bühnen Musik erklang.

Mein absolutes Highlight waren jedoch die Raubvögel!
Insbesondere der Uhu und die beiden Eulen.
Ich mag Eulen und hatte mich dieses Jahr getraut eine auf die Hand zu nehmen. Hierbei konnte man die Leute mit allerlei Fragen löchern, die sie ausdauernd und kompetent beantworteten.

Das Essen war erstaunlich erträglich bepreist. Hinsichtlich der Getränke schleppte ich meine eigene Cola ein.

Allgemeines Socializing

Neben den ganzen Attraktionen, Händler, Verlagen, Kaufrausch und mehr bot es sich natürlich auch an mit Leuten zu sprechen. Mit neuen Bekanntschaften sowie mit alten.

Alles in allem war es recht gesellig. Plus ich überlege nun in Kooperation mit dem Nerdpol vielleicht auf der nächsten RPC einen kleinen „Welt der Dunkelheit“-Stand zu machen.

Letzte Worte & Beutebild

Mir hat die RPC sehr gut gefallen, und wenn ich nicht hin wäre, auch ohne Playtest, hätte ich etwas verdammt cooles verpasst.

Hinsichtlich Verbesserungsbedarf, …
Es gab nur zwei Workshop Räume mit einem sehr übersichtlichen Programm. Wobei ich es ausgerechnet den einen, den ich besuchen wollte, verpasste.
Es gab keinen vernünftigen Plan mit dem man schnell Sachen hätte finden können.
Es wäre cool wenn die zweite Halle auch einen Außenbereich und ‚etwas natürliches Licht‘ hätte.

Hier das versprochene Beutebild:

Beutebild.jpg

Meine RPC Beute!

 

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Kommentare
  1. greifenklaue sagt:

    Das Battlestar Galactica-Brettspiel sieht ja knorke aus, kannst Du dazu zufällig mehr sagen?

    Beyond thewall – da bin ich gespannt, wie es Dir gefällt.

    • Teylen sagt:

      Leider kann ich dazu nicht viel mehr sagen.
      Es ist mir aufgrund der coolen Optik aufgefallen, allerdings spiele ich in der Regel keine Brettspiele. Das einzige was mir in Erinnerung blieb ist das sich neben mir jemand darüber unterhielt. Wo es ein kurzes Gespräch gab das sie den Begriff „Basestar“ anstelle von „Battlestar“ hätten.

      Allgemein scheint es ein auf Mechworld basierendes Fanprojekt zu sein: https://www.youtube.com/watch?v=kyT5quswdA4

  2. Athair sagt:

    Toller Bericht, der durch eine eindrückliche Schilderung der Messeerlebnisse zu überzeugen weiß. Herzlichen Dank dafür! Mir gefällt auch die Aufmachung: Schöne Mischung aus Text und Bildern.

    Übrigens lese ich gerade 42! Ideen im Forum: http://forum.flyinggames.de/showthread.php?tid=869&pid=1291

    Anmerkungen zu deinen Einkäufen:
    Bis auf „the god that crawls“ hast du wirklich nur sehr lohnenswerten Kram erworben. Gratulation!
    Die Sachen sind nicht nur schön gemacht, sondern auch tatsächlich zum Spielen (und nicht zum Sammeln oder Lesen) gedacht. Das merkt man den Produkten auch an.

    Insofern hab ich auch kein Mitleid, dass du Shadowrun Anarchy, 7te See und anders auslassen musstest. Denn: Die Sachen bewegen sich nicht auf demselben Niveau.

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