Positiv Gesehen: Crowdfunding Kurzübersichten & Motiv

Veröffentlicht: 13/04/2017 in Crowdfunding, RPG
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In diesem Beitrag mag ich auf meine Motivation hinter den Crowdfunding Kurzübersichten sowie Listen eingehen, und erklären weshalb diese sind wie sie sind.

Das ganze ist der Auftakt zu einer kleinen Reihe, in der ich mich mit einer positiven Herangehensweise, in Bezug auf das Hobby, befasse.

Crowdfunding Plattformen

Crowdfundings, Crowdfundings en masse

Inhaltsverzeichnis

Wie die Idee entstand …
Die Prinzipien hinter der Liste …
Die Motivation dahinter …
Die Überlegung zu Änderungen an den Prinzipien, …
Wegen den positiven Kurz-Beschreibungen … Lügst du ?!?

Wie die Idee entstand …

Seit meinem ersten Pledge für ein Rollenspiel-Crowdfunding, dem V20 Companion, war ich von der Plattform Crowdfunding zur Finanzierung von Rollenspieldingen fasziniert.

Ein Problem hierbei war jedoch, dass es keine Plattform gab, auf der man einfach alle aktive Rollenspielprojekte einsehen konnte. Es gab Ansätze, diese jedoch waren oftmals halbgar. Das heißt die Listen waren unvollständig und schlecht gepflegt.

Daraus entwickelte ich den Antrieb selbst Methoden zu finden Projekte zu finden sowie die Liste derer zu teilen. Damit andere etwas haben, das ich nicht hatte, aber
gerne gehabt hätte.

Die Prinzipien hinter der Liste …

  • Vollständigkeit !
    Es wird jedes Rollenspiel Projekt, das ich finde und das in den Zeitraum passt, aufgelistet und knapp beschrieben.
    Ausnahmen sind englische Projekte die hauptsächlich Karten, Miniaturen, Conventions oder Geschäfte finanzieren wollen.
    .
  • Positiv !
    Die Projekte werden in der Regel kurz und bündig, vor allem jedoch positiv beschrieben.

Diese beiden Prinzipien haben zur Folge, dass einerseits Projekte aufgeführt werden, die ich nicht gut finde. Ebenso bekommen Projekte selbst dann eine Beschreibung, wenn ich das Spiel oder System nicht mag oder mich andere Aspekte nerven.

Die Motivation dahinter …

Der Hauptgedanke ist der (Rollenspiel-)Welt eine Übersicht zu bieten, wie ich sie mir gewünscht hätte vorzufinden.

Schließlich benötige ich persönlich meine (veröffentlichte) Übersicht nicht. Ich habe die Projekte gesammelt, jene die für mich interessant sind aussortiert und mein Informationsbedarf ist damit gedeckt. Selbst die Sprachübung hinsichtlich französischer Projekte lässt sich ohne Publikum ebenso gut gestalten.

Wenn ich mir meine Wünsche vor Augen führe sind meine Wünsche:

  • Ich möchte alle für mich interessante Projekte sehen !
    .
    Das heißt in meinem Fall, alles was mit White Wolf zu tun hat, Powered by the Apocalypse Spiele, Story Games und allgemein innovative wie interessante Sachen.
    ..
    Wenn jetzt jemand in einer Liste White Wolf streicht weil er etwas gegen den Verlag hat, Powered by the Apocalypse Spiele auslässt weil er das System nicht mag, Story Games übergeht, weil es für ihn keine Rollenspiele sind, … ;
    Dann ist die daraus resultierende Liste, für mich relativ nutzlos, respektive wesentlich weniger nützlich als sie sein sollte. Ich müsste weiterhin nach den Sachen suchen, die ich mag.
    ..
    Damit erwähne ich, einfach, als Beispiel, Projekte die aus meiner Sicht generischer Fantasy-Einheitsbrei sind, Heartbreaker, unterdurchschnittlich oder deren System mir einfach nicht zusagt.

    • Vorteile für den Leser:
      Sieht alles was Interessant ist.
    • Vorteile für den Schreiber:
      Bemerkt Projekte, die sonst eventuell durchgegangen wären
      ..
  • Ich möchte eine aussagekräftige Beschreibung haben !
    .
    Ein Verriss, nur weil man ein System, Setting oder eine Idee nicht mag, sagt selten mehr aus, als dass man dieses Projekt nicht mag.
    Eventuell kann man etwas Konstruktives aus der Tirade ziehen, allerdings ist es mitunter schwer, arbeitsreich und eher wenig zufriedenstellend.
    .
    Das heißt, wenn ich mich bei jedem Fate-Projekt darüber ereifere, was ich von dem System halte, bringt es keinem etwas. Weder Fans noch Interessierten und auch nicht dem Schreiber.

    • Vorteile für den Leser:
      Bekommt eine informative Beschreibung
      Fühlt sich hinsichtlich seiner Vorlieben respektiert
    • Vorteile für den Schreiber:
      Es ist eine gute Übung Dinge die man nicht mag zu versuchen positiv zu sehen.
      Es bietet einen detaillierteren Blick und hilft die eigene Meinung zu formen.
      Es tut der eigenen Seele gut. Das heißt Verrisse schlagen sehr schnell auf das Gemüt und das schreiben wird zum Ärgernis.
      ..
  • Ich möchte mich wohlfühlen !
    Mein persönlicher Wohlfühl-Faktor nimmt rapide ab, wenn Projekte verrissen werden. Gerade wenn es sich um Projekte von Personen oder Verlagen handelt, die ich mag oder schätze.
    .
    Wenn die Liste White-Wolf-Projekte führt, jedoch bei diesen nur das schlechte listet, verfinstert das mein Gemüt. Das heißt ich werde – mitunter sehr – grantig und kann die Arbeit die in einer solchen Liste steckt nicht schätzen.

    • Vorteile für den Leser:
      Fühlt sich wohl. Eventuell gibt es positives Feedback
    • Vorteile für den Schreiber:
      Es tut einem gut, wenn man wohlwollend ist, und die Gewissheit anderen eine Freude zu machen, tut einem selbst gut. Mir zumindest.

Die Überlegung zu Änderungen an den Prinzipien, …

Mitunter ziehe ich durchaus Abweichungen in Betracht. Das heißt, ich habe z.B. beschlossen Würfel- wie Karten-Spiele nur noch mit Bild zu erwähnen, wenn ich es cool finde. Schlicht, weil mir der Aufwand sonst über den Kopf wächst und mich das Thema nur eingeschränkt interessiert.

Eine andere Sache wäre die Überlegung, nur die Projekte aufzunehmen, die mir gefallen. Ein Vorschlag der häufig als Feedback kam. In diesem Bereich sehe ich eigentlich keine Handlungsmöglichkeit.
Es würde direkt gegen meine oben genannten Prinzipien verstoßen.

Die Vorstellung, dass ich in der Masse an Projekten jene bestimme, die drin bleiben dürfen, die eine Beschreibung verdienen, würde mich ernsthaft belasten.
Ich wäre dauerhaft am Grübeln wer es verdient, wer nicht und wem ich damit eventuell auf die Füße steige etwas wegzulassen oder offensichtlich schlechter zu behandeln. Wen ich unnötig verletzte oder zurückstelle.
In der letzten Crowdfunding Liste #37 gab es bspw. keine Beschreibungen der englischen Projekte, sondern nur eine Liste. Unter dem Gesichtspunkt der Prinzipien sowie Motive habe dort keine Ausnahmen gemacht. Weder für Projekte, die ich unterstützte, noch bspw. Prince‘s Gambit, obwohl ich dafür nur einen fB Beitrag hätte kürzen müssen. Es wäre mit meinem Verständnis vom ordentlichen Umgang kollidiert.

Wegen den positiven Kurz-Beschreibungen … Lügst du ?!?

Meiner persönlichen Ansicht nach nicht. Ich behaupte nicht, dass die Kurzbeschreibungen vollständig Ausdruck meiner persönlichen, ehrlichen Wertschätzung sind, sondern dass sie das Projekt kurz beschreiben.

Hierfür versuche ich mich in die Lage von jemanden zu versetzen, dem das Projekt gefällt, sowie dann die entsprechenden Punkte hervorzuheben. Das geschieht in der ehrlichen Annahme, das es einer normalen und positiven Sichtweise entspricht.

Wenn ich z.B. ein Grundregelwerk-Projekt mit dem Fate-System sehe, erzähle ich nicht was ich persönlich über Fate denke (selten etwas gutes), sondern zunächst was die Prämisse spannend macht (Setting, Welt, Thema, Genre).
So wird es schon positiv, indem man einfach das Negative auslässt.
Wenn mir etwas Besonders auffällt, etwa bei Fate eine ungewöhnliche Handhabung von Aspekten, dann versuche ich das aus der Sicht von jemanden zu beschreiben der Aspekte als Spielmechanik gut findet.

Wobei die Positivität auch Grenzen hat. An genau den Stelle wo ich mir als Leser es wünschen würde. Das heißt:

  • Bekannte Lieferprobleme, die Gefahr, dass man seinen Pledge nicht bekommt, weil die Macher mehrere offene Projekte haben..
  • Zweifel an der Redlichkeit / Ehrlichkeit, wenn es starke Indikatoren gibt, dass die Unterstützer abgezockt werden, ist es mit der Positivität weitestgehend vorbei.
  • Illegalität, Bilderdiebstahl, offensichtliche Lizenzprobleme.
  • Wirklich schlechte Projekte. Solche, die z.B. nur einen nichtssagenden Absatz haben.

Dazu kommt noch der sehr seltene Fall, in dem mein Interesse an der
Zufriedenheit des entsprechenden Lesers zu gering ist:

  • Sehr Selten: Problematische Inhalte. Das heißt, wenn man z.B. in einem Abenteuer Türen verführt, seinem SL schweinische Charakter-Handlungen ins Ohr flüstert und der Umgang mit sexueller Gewalt zweifelhaft erscheint, dann kriegt es auch keine positive Besprechung.

Wenn mich darüber hinaus ein Projekt stört und ich es erwähnenswert finde, gibt es eine normale Kurz-Beschreibung und ein Rant am Ende der Kurzübersicht.

Diskussion im RSP-Blogs Forum

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Kommentare
  1. Ich kann ja mit Crowdfunding im Rollenspielbereich wirklich wenig anfangen, aber die Prinzipien, die du hier formulierst, und ganz besonders die Disziplin, mit denen du sie auch in die Tat umsetzt, finde ich in ganz positivem Sinne beeindruckend.

    Wollte ich nur kurz gesagt haben (und das eigentlich schon früher).

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