Re: Warum blendet ihr Werbung in eure Hobbyblogs ein?

Veröffentlicht: 18/07/2017 in Marketing, RPG
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Dank einer Verlinkung von Gelbe Zeichen, im Rahmen der Blogwatch No.5 fand ich die titelgebende Frage von Thorsten spielt Rollenspiel.

Mit diesen Artikel mag ich kurz auf die Frage, sowie eine Reihe anderer Fragen eingehen. Die Fragen von Thorsten sind fett markiert, meine Antwort darunter.

Warum schaltet ihr Werbung auf euren Hobbyblogs?

Wer mein Blog, ohne Werbeblocker, besucht sieht unter den Artikel, vor den Kommentaren eine Werbeanzeige.

Diese befindet sich aufgrund des von mir genutzten, kostenlosen Blog-Angebot von WordPress. Für die Werbeanzeige erhalte ich die Adresse teylen.wordpress.com, verschiedene Design-Vorlagen, Speicherplatz für Bilder wie Dokumente, verschiedene Zugriffs-Statistiken und eine Oberfläche zum erstellen von Beitragen die auch auf mobilen Geräten wie Smartphones nutzbar ist.
Neben der Herausforderung das meine Leser Werbung sehen, kann ich nicht kontrollieren welche Werbung sie sehen.

Es würde $2,99 monatlich, und damit $35,88 jährlich, kosten den Blog von Werbeanzeigen zu befreien. Diese zahl ich aktuell nicht. Nicht weil ich es nicht könnte, sondern weil ich nicht mag.

Lohnt sich das für euch? (Werbeblocker)

Ich spare durch den Verzicht auf einen Beitrag Geld.
Die Frage ob wordpress.com Werbe-Einnahmen durch Werbeblocker entgehen belastet mich nicht.

Warum fügt ihr Affiliate-Links ein?

Ich habe bisher keine Affiliate-Links genutzt.
Wobei ich, nach Berichten von anderen Bloggern, durchaus in Betracht zog es zu machen. Hierbei würde ich die Anforderung an mich stellen den Leser darüber zu informieren.

Ansonsten finde ich Affiliate-Links nicht verwerflich.
Wenn man sich die Mühe macht ein Produkt vorzustellen, durchaus in der Absicht neue Käufer und damit Spieler zu generieren, ist es durchaus angebracht dafür eine kleine Beteiligung zu erhalten.
Schließlich macht man etwas womit, im normalen Betrieben jenseits des Hobby, mitunter Marketing-Abteilungen beschäftigt werden und wofür die Mitarbeiter des Marketing-Team eine Bezahlung erhalten.

Es sollte lediglich transparent sein.

Warum führt ihr eine Patreon-Kampagne durch?

Ich führe noch keine Patreon-Kampagne durch, ziehe es jedoch in Betracht.

Die Motivation wäre hierfür eine finanzielle Unterstützung für etwas zu erhalten das mir Spaß macht, jedoch durchaus auch persönlichen Aufwand bedeutet. Kurz, das Geld.

Manchmal träume ich auch von Großprojekten.
Wie ein Crowdfunding Projekt um den Erwerb der Lizenz für deutschsprachige „Welt der Dunkelheit“-LARP Produkte, der Gründung eines Verlags und einem entsprechenden Program. Wobei hierfür ein Patreon wohl ungeeignet wäre.

Wofür verwendet ihr das eingenommene Geld?

Ich bekomme aktuell hierfür kein Geld.
Wenn ich Geld bekommen würde, würde es in die Finanzierung meines Lebens und Hobbies fließen. Das heißt während ich durchaus gut verdiene, stoßen ich bei Reisen sowie Crowdfundings durchaus mal an meine finanziellen Grenzen.

Dementsprechend würden Einnahmen in Rollenspiel-Produkte, Reisen, einen neue Computer, Rechnungen, Versicherungen, Geburtstagsgeschenke, Essen und andere Dinge gehen die gerade anstehen.

Und auch eine Frage für die Nutzer:
Wie findet ihr das, wenn Hobbyblogs Werbung einblenden oder Affiliate-Links einbinden?

Ich mag Affiliate-Links nicht wenn sie versteckt sind.
Das heißt wenn man einfach so einen Link hat, vielleicht noch mit bit.ly gekürzt oder anders maskiert und erst in der URL deutlich wird, das man gerade mit dem Einkauf spendet. Es erweckt den Eindruck von versteckter Werbung.

Normale Werbung nehme ich einfach so hin. Wobei ich zumeist mit einem Werbeblocker unterwegs ist.

Wenn man es übertreibt, kann es geschehen das ich die Seite halt nimmer besuche.

Facebook-Bonus Fragen und Antworten

Wieso sehe ich Werbeanzeigen für deine Facebook-Seite in meinen Stream?

Weil ich meine fB-Seite Welt der Dunkelheit, sowie die dazugehörige fB Community, bekannter machen möchte. Schließlich bringt es nichts tapfer Neuigkeiten zu verbreiten oder die Community zu pflegen, wenn sie keiner bemerkt.

Hierbei überkommt es mich manchmal, und ich investiere $4 bis $7 Dollar in eine kleine Werbe-Kampagne.

Was bringt es und wie gestaltet sich das Feedback?

Bisher hatte ich noch keine Rückmeldung das sich jemand belästigt gefühlt hat.
Was auch unsinnig wäre, da man so oder so Werbung gezeigt bekommt.

Hinsichtlich der Rückmeldungen bringt es, mit etwas Glück, so fünf neue Likes oder Mitglieder.

 

 

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Kommentare
  1. Sorben sagt:

    Seit meinem Kommentar bei Thorsten hat sich auch meine Meinung etwas geändert. Ich war auch mal bei wp.com und hatte ganz vergessen, dass dort, wie auf vielen anderen Bloghostern, Werbung dazu gehört. Klar, dass meine Abneigung gegen Werbung nicht darauf abzielt. Mein Adblocker lässt mich das ohnehin nicht sehen. Was getarnte Affiliatelinks betrifft, dass ist nicht nur versteckte Werbung, das könnte sogar als Betrug gewertet werden. Als Blogger sitzt einem nahezu immer die Angst vor Abmahnungen im Nacken, dies wäre ein Grund mMn. Ansonsten finde ich gut sichtbare Affi-Links absolut ok.

  2. Sehr cool, dass das Thema seine Kreise zieht. Und vielen Dank für den weiteren Einblick.

    Ich verstehe aber voll und ganz, dass man das hinnehmen muss, wenn sich ohne mehr Geld als möglich in sein Hobby zu investieren, mitteilen will. Dass das tatsächlich in WordPress verankert ist, war mir bisher nicht bewusst. Als ich mit dem Gedanken spielte zu bloggen, hatte ich mich aufgrund dessen, dass ich in der Google-sphäre unterwegs war, dort nach einer Lösung umgesehen und es seitdem mit einem neidischen Blick auf die deutlich umfangreicheren Möglichkeiten von WordPress immer etwas bereut. Nun ist es ja nicht so, dass sich mein Blog nicht auch durch Werbung finanziert (Google eben). Allerdings ist es deutlich unauffälliger…

    Habe ich schon erwähnt, dass ich Werbung – oder den Stellenwert, die sie in unserer Gesellschaft eingenommen hat, zutiefst verabscheue?

    Wenn ich das Zeug dazu hätte, wäre ich der letzte, der sich dem versagen würde, mit dem schönsten aller Hobbies seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Aber ausgerechnet mit Werbung…?!

    • Markus,

      mir geht es in Sachen Werbung ähnlich wie dir. Gerade im TV finde ich die Abhängigkeit von Werbung und die damit verbundene Zerstückelung des Inhalts widerlich. Ich merke das, wenn meine Freundin irgendeine Serie schaut und mir von der Frequenz und Wiederholung der Werbung das Hirn blutet. Das Schlimme ist ja, dass das Gehirn anscheinend die Tendenz hat, sich daran anzupassen, wenn mensch nicht aktiv entgegenwirkt.

      Bis die ersten entsprechenden Antworten zur kostenlosen Version von WordPress.com kamen, war es mir auch nicht bewusst, dass dort Werbung geschaltet wird. Im Nachhinein vollkommen nachvollziehbar, dass sich die Plattform damit finanzieren will, aber wenn mensch, wie ich, permanent mit Werbeblocker unterwegs ist, ist das, wie mensch so schön sagt: Aus den Augen, aus dem Sinn.

      Ich kenne mich mit den Zahlen bei Onlinewerbung nicht aus, vermute aber, dass mensch sich rein mit Werbung da nicht finanzieren kann. Neben eigenen (oder Meta-) Inhalten ist zumindest Werbung wohl geringes, passives Einkommen. Das kann sich nicht wirklich lohnen, im deutschen Rollenspielbereich erst recht nicht, zu nischig. Wenn ich mir anschaue, wie viele Leute bei den Teilzeithelden für die Inhalte ackern und was dann im Vergleich monetär in das Projekt zurück fließt, kann das jemand allein in Deutschland wohl auch nicht schaffen, davon zu leben. Mal ne Pizza vielleicht, aber mehr?

      Ich glaube, da macht es mehr Sinn, sich Fachwissen anzulesen, in ein Massenthema zu gehen und da mit Affiliatesystemen und Produktvorstellungen oder Ähnlichem zu arbeiten. Wenn das in mehreren Themenbereichen gelingt, könnte das vielleicht was werden.

    • Teylen sagt:

      Ich persönlich habe hinsichtlich Werbung eine andere Sichtweise.
      Das heißt in dem Rahmen, wie sie auf den meisten Rollenspiel-Plattformen umgesetzt wird, in der Form eines Banner sowie statischer Anzeigen, ist sie meines Erachtens verhälftnismäßig wenig aufdringlich. Aggressivere Werbemethoden wie „Pop Over“ oder Videos die sich verankern und mitscrollen, sind recht selten.

      Zudem dient die Werbung im Rahmen der Zielgruppe die man mit Rollenspiel bezogenen Tätigkeiten erreicht, eher einer minimalen Aufwandskompensation als der Finanzierung des Lebensunterhalt. Selbst große Kanäle wie beispielsweise Orkenspalter kommen nur auf knapp 18.030 Abonennten. Was nach viel klingen mag, jedoch für eine vernünftige Monetarisierung nicht reicht.

      Daneben bin ich der Ansicht das Rollenspiel, gerade in Deutschland, durch gute Werbung sowie Marketing profitieren könnte. Sowie das in Bezug auf Rollenspiel gute Werbung sowie Marketing Kampagnen fehlen.
      Das heißt die Kunde von einem neuen Rollenspielprodukt, selbst von einem neuen Rollenspielsystem verbreitet sich äußterst schlecht und mitunter gar nicht. Zudem fehlt es an Nachhaltigkeit. Dadurch wiederum hat der Markt Probleme mitzuwachsen, weshalb dann Systeme welche die Landschaft bereichern würden eingestellt werden oder andere um die Übersetzung bangen müssen.

      Hier kann man als Fan durchaus tätig werden, allerdings wächst es sich mitunter durchaus zur handfesten Arbeit aus. Gerade wenn man es ordentlich machen möchte. Wo kleinere Einnahmen durchaus helfen können die Motivation/Energie aufrechtzuerhalten.

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